Werkzeugstahl 1.2311 Rundmaterial


  • Werkstoffgruppe

    Vergüteter Kunststoffformenstahl

  • Korrosionsbeständigkeit

    Gering

  • Bearbeitbarkeit

    Gut

  • Typische Anwendung

    Formenbau, Werkzeugbau


Werkzeugstahl 1.2311 zählt zu den klassischen vorvergüteten Kunststoffformenstählen. Das Rundmaterial überzeugt durch seine ausgewogene Kombination aus Festigkeit, Zähigkeit und guter Bearbeitbarkeit. Typische Einsatzgebiete sind Formenplatten, Formeinsätze, Vorrichtungen sowie verschiedenste Komponenten im Werkzeug- und Formenbau.



Gegenüber 1.1730 bietet der Werkstoff im Vergleich eine höhere Festigkeit und wird deshalb bevorzugt im Formenbau eingesetzt. Wer eine noch bessere Zerspanbarkeit benötigt, greift häufig zu 1.2312, der speziell für eine optimierte Bearbeitung entwickelt wurde.

Eigenschaften von 1.2311 Rundmaterial


Der Werkzeugstahl 1.2311 ist ein bereits vergüteter Kunststoffformenstahl, der sich durch eine gute Kombination aus Festigkeit, Zähigkeit und sehr guter Zerspanbarkeit auszeichnet. Er wird besonders häufig für Formaufbauten und Grundplatten im Kunststoffformenbau eingesetzt, bei denen eine zuverlässige Bearbeitbarkeit und eine gleichmäßige Materialqualität im Vordergrund stehen. Im Vergleich zu höher korrosionsbeständigen Stählen liegt der Schwerpunkt klar auf wirtschaftlicher Verarbeitung und stabilen mechanischen Eigenschaften.



  • Bereits vergüteter Zustand mit hoher Lieferhärte
  • Sehr gute Zerspanbarkeit für effiziente Bearbeitung
  • Gute Zähigkeit bei gleichzeitig hoher Festigkeit
  • Gute Maßstabilität im Formenbau
  • Typisch für Formaufbauten, Grundplatten und Halterungen
  • Gut geeignet für mittlere bis hohe mechanische Belastungen

Technische Kennwerte von 1.2311


Der Werkstoff 1.2311 gehört zu den am häufigsten eingesetzten Kunststoffformenstählen im Werkzeug- und Formenbau. Durch seinen bereits vergüteten Lieferzustand kann das Material in vielen Anwendungen direkt bearbeitet werden, ohne dass eine zusätzliche Wärmebehandlung erforderlich ist. Die nachfolgenden Kennwerte stellen typische Richtwerte für Rundmaterial dar.



  • Werkstoffnummer: 1.2311
  • Kurzname: 40CrMnMo7
  • Werkstoffgruppe: vorvergüteter Kunststoffformenstahl
  • Härte: ca. 280 – 325 HB
  • Zugfestigkeit: ca. 950 – 1100 N/mm²
  • Dichte: ca. 7,85 g/cm³
  • Bearbeitungszustand: geschält / gedreht
  • Lieferzustand: vergütet, Länge gesägt -0 / 10 mm


Die besondere Stärke von 1.2311 liegt in seiner Kombination aus guter Zerspanbarkeit, hoher Festigkeit und gleichmäßigen Materialeigenschaften über den gesamten Querschnitt. Dadurch eignet sich der Werkstoff hervorragend für Formaufbauten, Werkzeuggrundkörper und größere Bauteile im Kunststoffformenbau, bei denen Wirtschaftlichkeit und Bearbeitungssicherheit im Vordergrund stehen.

Legierungen und Werkstoffcharakter


1.2311 ist ein chrom-molybdän-legierter Kunststoffformenstahl, der bereits im vergüteten Zustand geliefert wird. Die Legierung ist auf eine gleichmäßige Festigkeit und gute Zerspanbarkeit ausgelegt, wodurch der Werkstoff besonders wirtschaftlich bearbeitet werden kann.




Der Werkstoffcharakter ist auf Stabilität im Formenbau ausgerichtet, insbesondere für Grundkörper und Formaufbauten, bei denen keine extreme Korrosionsbeständigkeit erforderlich ist.

Typische Anwendungen


Rundmaterial aus 1.2311 wird überwiegend im Kunststoffformenbau für Grundkörper und Formaufbauten verwendet. Der Werkstoff eignet sich ideal für großvolumige Bauteile, die bereits im vergüteten Zustand wirtschaftlich bearbeitet werden sollen.




Durch die gute Homogenität wird 1.2311 häufig als Basiswerkstoff für komplexe Werkzeugkonstruktionen eingesetzt.



  • Formaufbauten und Grundplatten
  • Werkzeugrahmen
  • Spritzgussformen (Grundkörper)
  • große Maschinenbauteile
  • Vorrichtungsplatten


Der Werkstoff ist besonders dort sinnvoll, wo große Bauteile wirtschaftlich und sicher bearbeitet werden müssen.


FAQs zu Werkzeugstahl 1.2311 Rundmaterial

Warum ist 1.2311 ein Standard im Formenbau?

1.2311 gilt als Standardwerkstoff im Formenbau, weil er bereits im vergüteten Zustand geliefert wird und dadurch eine gute Kombination aus Festigkeit, Zähigkeit und Bearbeitbarkeit bietet. Er eignet sich besonders für mittlere bis große Formeinsätze im Kunststoffspritzguss.

Muss 1.2311 nachträglich gehärtet werden?

Nein, 1.2311 wird in der Regel bereits vergütet geliefert und muss für viele Anwendungen nicht mehr gehärtet werden. Dadurch reduziert sich der Aufwand in der Fertigung, da der Werkstoff direkt bearbeitet und eingesetzt werden kann.

Wie gut lässt sich 1.2311 bearbeiten?

1.2311 lässt sich sehr gut zerspanen und bearbeiten. Der Werkstoff ist für Fräsen, Bohren und Drehen gut geeignet und bietet dadurch wirtschaftliche Vorteile im Werkzeug- und Formenbau, insbesondere bei komplexeren Geometrien.

Unterschied 1.2311 vs 1.2312?

Im Vergleich zu 1.2312 bietet 1.2311 eine bessere Zähigkeit und gleichmäßigere Werkstoffeigenschaften. 1.2312 ist hingegen durch seinen höheren Schwefelanteil besser zerspanbar, wird aber bei anspruchsvolleren mechanischen Belastungen seltener eingesetzt als 1.2311.

Für welche Formteile wird 1.2311 verwendet?

1.2311 wird häufig für Formplatten, Formeinsätze, Grundkörper und Trägerstrukturen im Kunststoffformenbau eingesetzt. Der Werkstoff eignet sich besonders für Bauteile, die eine gute Kombination aus Stabilität und wirtschaftlicher Bearbeitung erfordern.